Benito Raman: Teamerfolg wäre mir lieber gewesen als das Tor

Im dritten Spiel hintereinander konnte sich Benito Raman am Samstag (7.12.) in die Torschützenliste eintragen. Auf schalke04.de spricht der belgische Nationalspieler über seine persönliche Serie, das vermeintliche 1:1 kurz nach der Pause, den Auftritt gegen die Werkself und seine Ziele bis Weihnachten.

Benito Raman

Benito, du hast im dritten Spiel hintereinander ein Tor erzielen können. Freust du dich über diese Serie?
Das hört sich natürlich schön an. Aber es wäre mir lieber gewesen, wenn ich persönlich heute leer ausgegangen wäre und wir dafür gewonnen hätten.

Warum läuft es bei dir aktuell so gut?
Ich spüre das Vertrauen des Trainers, komme regelmäßig zum Einsatz und bin beschwerdefrei. Phasenweise hatte ich im bisherigen Saisonverlauf die eine oder andere Blessur. Jetzt spüre ich keine Schmerzen mehr. Mit jedem guten Spiel wächst natürlich auch das Selbstbewusstsein.

Du hast in der 82. Minute zum 1:2 getroffen. Dieses Tor hat eure Schlussoffensive eingeleitet. Fast hättest du allerdings bereits kurz nach dem Seitenwechsel jubeln können.
Das stimmt. Leider hat das Tor nicht gezählt. Ich habe die TV-Bilder noch nicht gesehen und kann daher nicht sagen, ob ich im Abseits stand. Wenn es so war, dann kann es nur ein minimales Stück gewesen sein.

Wir haben uns die Situation nochmal auf dem Bildschirm angeschaut. Es waren tatsächlich einige Zentimeter …
Dann war die Entscheidung des Schiedsrichters auch korrekt.

Ich spüre das Vertrauen des Trainers.

Benito Raman

Auch vor der Pause hattest du bereits eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Kannst du die Situation aus deiner Sicht schildern?
Ich bin nach einem guten Zuspiel von Suat Serdar auf Lukas Hradecky zugelaufen. Dabei habe ich versucht, ihn zu umspielen. Das ist mir leider nicht gelungen. Vielleicht hätte ich eine andere Entscheidung treffen können. Hinterher ist man immer schlauer.

In der ersten Halbzeit seid ihr nicht gut im Spiel gewesen, nach dem Seitenwechsel hingegen schon. Weshalb?
Gegen eine starke Mannschaft wie Leverkusen ist es schwer, über 90 Minuten druckvoll zu agieren. In meinen Augen ist Bayer eines der besten Teams der Liga. Nach der Pause haben wir gezeigt, dass wir mithalten und sogar dominieren können. Es ist uns gelungen, gerade die pfeilschnellen Offensivkräfte der Leverkusener kaum noch zur Entfaltung kommen zu lassen. Einmal ist es dem Gegner trotzdem gelungen, noch ein Tor zu erzielen.

Wie sehr ärgerst du dich über das Ergebnis?
Für uns war es zuvor nach sechs Spielen ohne Niederlage das erste Mal, dass wir nichts Zählbares holen konnten. Das ist bitter – aber deshalb lassen wir nicht die Köpfe hängen. Wir spielen bislang eine starke Saison und wollen am kommenden Spieltag gegen Frankfurt wieder ein positives Ergebnis einfahren.

Nach Frankfurt warten noch zwei weitere Spiele in der Hinserie. Wie lauten deine Ziele bis Weihnachten?
Ich möchte keines dieser Spiele verlieren. Aber das heißt nicht, dass ich mit drei Unentschieden zufrieden wäre. Ich möchte das Maximale an Punkten holen. Auch wenn ich weiß, dass es gegen Frankfurt sowie danach in Wolfsburg und gegen Freiburg nicht ganz einfach wird. Alle drei Gegner haben viel Qualität im Team. Aber die haben wir auch!

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